Auszeichnung

"To wood to forget"

Der Preis ist vergeben: In Salzburg wurden die besten Gesellen-, Abschluss- und Meisterstücke ausgezeichnet und damit herausstechende Leistungen des Berufs-Nachwuchses vor den Vorhang geholt.
der Preis „Best Tischler Stück Salzburg 2023“ wurde an junge Gesell*innen und Meister vergeben

Nach der erfolgreichen erstmaligen Durchführung des „Best Tischler Stück“ Awards 2021/2022 luden die Veranstalter Holzcluster Salzburg, proHolz Salzburg und die Landesinnung der Tischler und Holzgestalter auch heuer wieder zur Teilnahme ein. Eingereicht wurden 38 Gesellen-, Abschluss- und Meisterstücke von Schüler*innen der LBS Kuchl, des Werkschulheim Felbertal, des Holztechnikum Kuchl, der HTL-Hallein sowie Meisterprüfungsabsolventen der HTL-Hallein sowie der HTBLA Hallstatt.
Am 14. November 2023 fand die feierliche Preisverleihung bei Loop in der Panzerhalle Salzburg statt. Landesinnungsmeister Herbert Sigl zeigte sich hier sichtlich stolz: „Die handwerklichen Leistungen der Gesellen und Meister waren sehr beeindruckend. Wir freuen sehr, dass die Tischlerbranche mit jungen motivierten Leuten auch zukünftig gut aufgestellt ist.“

Widersprüche, friedlich vereint

Schreibtisch „Althokiti“ von Katharina Grubinger
Im Schreibtisch „Althokiti“ von Gesellin Katharina Grubinger finden Widersprüche harmonisch zueinander.

In der Kategorie Gesellen wurden von der Fachjury zwei Auszeichnungen vergeben die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber jeweils auf ihre eigene Art und Weise die Qualitäten des Tischlerhandwerks repräsentieren. Eine bekam Katharina Grubinger (Tischlerei Friedrich, Obertrum a. See) für ihr Gesellenstück, den „Schreibtisch Althokiti“. Das auf den ersten Blick Widersprüchliche findet in diesem Möbelunikat zueinander: Gebürstete Altholzoberflächen treffen auf perfekt verzinkte Korpusse mit vielen Funktionen.

Gesellenstück von Ruben Abu Zahra
Das Gesellenstück von Ruben Abu Zahra überzeugte die Jury u.a. durch seine interessante Oberfläche, die den gesamten Korpus mit einer CNC gefrästen, schwarz lackierten Struktur scheinbar nahtlos umhüllt.

Die zweite Auszeichnung erhielt Ruben Abu Zahra (Werkschulheim Felbertal) für sein Sideboard. „Das Solitärmöbel besticht durch seine interessante Oberfläche, die den gesamten Korpus mit einer CNC gefrästen, schwarz lackierten Struktur scheinbar nahtlos umhüllt. Ein vergoldetes Fußgestell stützt das Volumen selbstbewusst ab und vermittelt stillen Luxus“, so die Wertung.

Klassiker, neu gedacht

Sideboard von Tobias Steinberger
Dem in der Kategorie Meister ausgezeichneten Sideboard von Tobias Steinberger in amerikanischer Nuss mit eleganten Messingdetails wurde „das Potenzial zum Klassiker“ attestiert.

Die Auszeichnung in der Kategorie Meister ging an Tischlermeister Tobias Steinberger (Tischlerei Wallinger, St. Koloman) und sein Sideboard. „Auf den ersten Blick durch den symmetrischen Aufbau und klassische Proportion vertraut, deuten die geknickten Fronten und Seiten auf eine Sideboard-Neuinterpretation hin. Eine einfache Aufteilung des Möbels mit drei Korpussen ruht wie selbstverständlich auf vier ausgestellten Füßen. Eine zwei Millimeter Messingplatte mit integriertem Griff lässt die Klappe leicht nach oben aufgehen. Perfekt verarbeitet hat das Möbel in amerikanischer Nuss mit den eleganten Details aus Messing das Potential zum Klassiker. Ein ausgezeichnetes Meisterstück“, so das Juryurteil.
Zwei Anerkennungen in der Kategorie Meister gingen an Christopher Schlick (Holzmanufaktur Illmer, Pfarrwerfen) für das „Elegante Barmöbel“ und an Philipp Pilz (Tischlerei Enzinger, Hof) für das Meisterstück „Phiano“. Auch in der Kategorie Gesellen- und Abschlussstücke wurden zwei Anerkennungen verliehen: an Christoph Absmann (Tischlerei Hirscher, Adnet) für den „Schreibtisch Naguri“ und an Fabian Rupp (HTL-Hallein) für sein „Garderobenmöbel“.

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Tischlerei