Schauplätze der Architektur in Südtirol

Der erlebnisorientierte Architekturführer zu 47 baukulturell relevanten Schauplätzen in Südtirol zelebriert den Reiz der Vielfalt und versammelt Schutzhütten und Hotels, Festungen und Bunker, Brücken und Plätze, Bauernhöfe und Kletterhallen, Weinkeller und Gebetsräume zu einem spielerischen Parcours baulicher Besonderheiten aus unterschiedlichen Epochen. 

18.04.2018
© Folio Verlag

Der Schwerpunkt liegt zwar eindeutig auf zeitgenössischen Beispielen, doch finden sich in der Auswahl auch anonyme Bauten und Klassiker wie die Pension Briol von Hubert Lanzinger (1928), das Hotel Paradiso in Martell von Gio Ponti (1935) oder das Seehotel Ambach von Otmar Barth in Kaltern (1976). Acht handschriftlich gesetzte Thementitel mit dialektalen Anklängen – zum Beispiel „hem obn“ (ganz oben) oder „af an sprung“ (Auf einen Abstecher) – schaffen für die Projektauswahl eine typologische Struktur, die Projektbeschreibungen und beigefügten schematischen Skizzen versuchen in ihrer gezielten Lockerheit die Trockenheit der Fachpublizistik hinter sich zu lassen. Zu 11 ausgewählten Projekten lassen sich zudem per Smartphone eine dreidimensionale Darstellung und zusätzliche Informationen zur Geschichte des Objekts abrufen. Dieser Versuch, die Architektur einer Region lebendig zu vermitteln, ist beachtenswert, auch wenn der zugewiesene Raum „für eigene Notizen“ vermutlich von kaum jemandem in Anspruch genommen wird. 

David Calas
Schauplätze der Architektur in Südtirol.
Mit Fotos von Sven Wuttej und Augmented Reality-Integration von Clemens Horvath
Folio Verlag, Bozen/Wien 2017
ISBN 978-3-85256-733-4

Planer

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