VÖK

CO2 Steuer ist richtiges Signal

Heizung
07.10.2021

Von: Redaktion Gebäudeinstallation

Die Vereinigung Österreichischer Kessellieferanten – VÖK begrüßt die Einführung der CO2 Steuer als klares Zeichen dafür, dass das Ende des fossilen Zeitalters eingeläutet wurde. Die Zeit der billigen Energieträger dürfte damit vorbei sein.

Heizen und Warmwasserbereitung machen fast 80 Prozent des Energieverbrauches im Haushalt aus. Wobei die meiste Energie im Winter und in der Nacht benötigt wird – also dann, wenn uns Sonnen- und Windenergie nur bedingt zur Verfügung stehen. Die VÖK geht davon aus, dass die erneuerbaren Energieträger im Winter aufgrund des eklatanten Strommangels unverändert fest ( Holz), flüssig (erneuerbare flüssige Brennstoffe), gasförmig (grünes Gas) und Umgebungswärme (Wärmepumpe) sein werden. Laut Branchenverbänden gibt es auch ausreichend Potenzial, um Holzdiesel und Grünes Gas zu erzeugen.

Fernwärme sei kein Königsweg

Die wirtschaftlichen Fernwärmepotenziale in dicht verbauten Gebieten seien laut VÖK bereits genutzt. Fernwärme wird bereits heute überwiegend mit fossilem Gas oder überbordender Müllverbrennung erzeugt und ist zusätzlich mit technisch bedingten Leitungsverlusten belastet. Diese Verluste werden künftig steigen, da die gut gedämmten Gebäude deutlich weniger Heizenergie benötigen werden.

Es macht somit wenig Sinn den Haushalten vorzuschreiben, ihre hocheffizienten Wärmepumpen, Pellets- oder Gasgeräte durch Fernwärme zu ersetzten. Die Produktion von Wärme vor Ort ist jedenfalls effizienter und energiesparender, da hier keine unnötigen Leitungsverluste anfallen und nur nach Bedarf erzeugt wird.

Gemäß dem Prinzip "Efficiency First" ist es das Wichtigste, eine möglichst energiesparende und gut gewartete Heizung zu betreiben. Dabei sind für die Anschaffung der effizienten Heizung die Haus- oder Wohnungsbesitzer*innen zuständig, für die qualitativ hochwertige Wartung die Mieter*innen. Hier leisten Servicebetriebe die vom TÜV nach dem VÖK Standard zertifiziert wurden gute Dienste.

Hybridgeräte als intelligente Alternative

Wer sich vor künftigen Energiepreissprüngen schützen will, solle es laut VÖK wie die Großen machen und auf Hybridgeräte setzen: Dabei übernimmt eine Luftwärmepumpe die Versorgung im Sommer und der Übergangszeit, In kalten Wintern wird der Heizkessel genutzt. Eine intelligente Regelung sorgt dafür, dass das jeweils umweltfreundlichste System zum Einsatz kommt. Zwar werden diese intelligenten Systeme in Österreich noch nicht gefördert, sollten sich durch die hohe Flexibilität aber dennoch rechnen.

Wer seinen Strom nicht nur im Sommer mittels PV erzeugen will, der ist mit einer Wärmepumpe oder Brennstoffzelle gut beraten – hier kann vor Ort gleichzeitig Wärme und Strom produziert werden, ohne die Leitungsnetze zu belasten. Diese Technologien sowie Holz- und Pelletskessel werden auch in Österreich gefördert und sind in jedem Gebäude als hocheffizientes alternatives System einsetzbar. Je höher die Strompreise im Winter steigen, desto wirtschaftlicher werden diese Systeme.

Die Österreicher*innen bräuchten laut VÖK keine weiteren Technologieverbote, sondern vielfältige, leistbare und erneuerbare Energie, um innovative Technologien zuverlässig betreiben zu können.

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