Greenwashing

Initiative gegen Greenwashing gestartet

Nachhaltigkeit
08.04.2022

Von: Redaktion Handwerk + Bau
Die neue Nachhaltigkeitsplattform "ESG-Transparency-Initiative" will mit Greenwashing Schluss machen.

Unter dem Motto "Jetzt Tun" wurde die Nachhaltigkeitsplattform "ESG‐Transparency‐Initiative" gegründet. Die Interessensvertretungen Handelsverband Österreich, Leitbetriebe Austria, Great Place to Work, European Brand Institute und namhafte Partner*innenfirmen wie Immofinanz und CRIF sind sich einig: Die Messbarkeit von nachhaltigem Handeln schafft Transparenz für eine ökologische und soziale Nachhaltigkeit. ESG steht für Nachhaltigkeit in den Bereichen Environmental, Social und Governance. Diese politischen Steuerungselemente sind nicht auf einzelne Branchen und Industrien beschränkt.

Wirtschaftliche Nachteile für "Footprint"-Verweigerung

Aufgrund von Gesetzen und Vorschriften wie dem kommenden europäischen Lieferkettengesetz werden Unternehmen in Zukunft ihren Nachhaltigkeits‐Nachweis nach ESG‐Kriterien erbringen müssen. "Die Welt von morgen braucht uns jetzt! Aus diesem Appell heraus haben wir die ESG Transparency Initiative ins Leben gerufen", so die Gründer*innen. Unternehmen, die ihren Nachhaltigkeits‐Footprint nicht nachweisen, werden in Zukunft wirtschaftliche Nachteile spüren – sei es in ihrer Finanzierung, als Partner*in in den Lieferketten ihrer Kund*innen, wie auch als attraktive Arbeitgeber*innen. Die neu gegründete "ESG‐Transparency‐Initiative" startet daher gemeinsam mit führenden Interessensvertretungen den großen Appell, jetzt aktiv zu werden und ein Bekenntnis zu ehrlich gelebter Nachhaltigkeit und Transparenz abzugeben.

Unternehmen, die ihren Nachhaltigkeits‐Footprint nicht nachweisen, werden in Zukunft wirtschaftliche Nachteile spüren.

Gründer*innen der ESG‐Transparency‐Initiative

Schluss mit Greenwashing

"Transparenz und Nachhaltigkeit sind im Handel längst ein Muss geworden, weil sie dem Zeitgeist und den Kundenwünschen entsprechen. Durch das EU Lieferkettengesetz wird nachhaltiges Wirtschaften künftig auch gesetzliche Pflicht. Wir begreifen das als Chance, die Umwelt und die Menschenrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu schützen", sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. "Dafür braucht es einerseits praxistaugliche Regelungen, die treffsicher sind und nicht bloß den Bürokratieaufwand erhöhen. Andererseits ist es wichtig, insbesondere KMU auf diesem Weg zu begleiten, damit sie nicht aus dem Markt gedrängt werden – auch nicht durch indirekten Druck aufgrund der neuen Geltungen. Genau das ermöglicht unsere ESG Transparency Initiative", so Will, der Sprecher des österreichischen Handels.

Kostenlose Erst-Zertifizierung

Das Technologie-Unternehmen CRIF hat hierfür eine eigene ESG‐Plattform entwickelt, welche die Messbarkeit von nachhaltigem Wirtschaften ermöglicht und transparent macht – wobei die erste Zertifizierung völlig kostenfrei angeboten wird. Das Tool steht allen Unternehmen weltweit zur Verfügung und zertifiziert regelkonform den ESG‐Nachweis. Die gemeinsame ESG Initiative hat als Ziel, eine Bühne zu schaffen, die Unternehmen dazu bewegt, ihr nachhaltiges Wirtschaften transparent darzustellen. Es werden Begegnungen geschaffen und somit nachhaltiges Handeln gefördert. Auf der Website jetzttun.at wird ab sofort über das Thema informiert und zu laufenden Branchentalks eingeladen. (dd)

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