Corona-Pandemie forciert integrales und digitales Arbeiten

IG Lebenszyklus
21.04.2020

 

2020 steht bislang im Zeichen von Corona-Krise und Klimawandel. Die IG Lebenszyklus Bau sieht beides eng aufeinander bezogen.

Digitales und integrales Arbeiten gewinnt, wenn es nach der IG Lebenszyklus geht, durch die Corona-Krise nochmal zusätzlich an Bedeutung.

"Wir haben jetzt die einmalige Chance, das digitale, integrale und partnerschaftliche Arbeiten in unserer Branche zum Wohle aller Beteiligten und der gebauten Umwelt nachhaltig zu implementieren“, betont Christoph Achammer, IG Lebenszyklus Bau, ATP architekten ingenieure.

Die jetzige Situation stellt für viele unserer Mitgliedsunternehmen ohne Zweifel eine große Herausforderung dar. Aber: Die staatlich verordneten Maßnahmen forcieren das integrale und digitale Arbeiten in unserer Branche gerade massiv. Wir haben jetzt die einmalige Chance, das digitale, integrale und partnerschaftliche Arbeiten in unserer Branche zum Wohle aller Beteiligten und der gebauten Umwelt nachhaltig zu implementieren“, betont Christoph Achammer, IG Lebenszyklus Bau, ATP architekten ingenieure. Dabei erweise sich die Corona-Krise alsTestfall für New-Work-Modelle, Flexibilität am Arbeitsplatz ändere auf einen Schlag traditionell einstudierte Arbeitskulturen und biete neue Sichtweisen auch auf das Thema Ressourcen in einer Branche, die Innovationen gegenüber bisher eher zurückhaltend gegenüberstand. So gewinnen etwa  die bei der IG Lebenszyklus Bau seit Jahren entwickelten digitalen und integralen Projektarbeitsmodelle- und Methoden wie das K.O.P.T.-Modell (Kultur, Organisation, Prozess, Technologie) und die vernetzte und digitale Bauplanung, Ausführung und Baubewirtschaftung mit BIM (Building Information Modeling) massiv an Bedeutung.

Bewusstsein für Umweltthemen

Durch die eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergeben sich auch neue Sichtweisen und ein steigendes Bewusstsein für den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Lebensräume der Menschen. Klimaneutraler Gebäudebau, Kreislaufwirtschaft, klimafreundliche Infrastruktur, Mobilität & Verkehr der Zukunft sowie Wissenschaft und Innovation sind die zentralen Hebel, die die Bau- und Immobilienwirtschaft im Green Deal der EU in der Hand hält.„Das aktuell sozusagen ‚verordnete Lernen’ durch Corona schärft in nie dagewesenem Ausmaß das Bewusstsein der Menschen und die Thementransparenz für Umweltthemen, und das generationenübergreifend“, zeigt sich Karl Friedl, IG Lebenszyklus Bau, M.O.O.CON, überzeugt.

Im Arbeitsprogramm 2020 greift der Verein daher die Themenfelder des Green Deal auf und nimmt damit die gesellschaftliche Verantwortung der Bau- und Immobilienbranche beim Klimaschutz wahr:Die Arbeitsgruppen des Vereins, zu denen führende Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Politik zählen, erörtern, diskutieren und entwickeln bis zum diesjährigen Oktober Analysen, Problemstellungen und innovative Strategien und Lösungsansätze.

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