Halbjahresbilanz

Starkes Halbjahr für Porr

Bilanz
27.08.2021

Von: Redaktion Bauzeitung

Rekord-Auftragsbestand und gesteigertes Ergebnis vor Steuern bringen die Porr wieder in die Gewinnzone. Der positive Ausblick 2021 hängt auch vom Ausgang des Kartellverfahrens in Österreich ab.

„Sowohl die Energiewende als auch der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die enorme Nachfrage nach leistbarem Wohnraum ist die Domäne der Porr. Diese Entwicklung wird in den nächsten Jahren weiterhin einen hohen Auftragsbestand sichern,“ so Porr-CEO Karl-Heinz Strauss.

Der hohe Auftragsbestand wurde erneut ausgebaut und lag mit einem Plus von 10,9 % bei 7.848 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2021 konnte zudem der Auftragseingang um 8,4 % deutlich ausgebaut werden. Dazu beigetragen habe neben der Akquisition mehrerer Baulose im Rahmen des Wiener U-Bahn-Ausbaus auch eine Vielzahl an Wohnbauaufträgen, so Porr-CEO Karl-Heinz Strauss, in einer Aussendung. Im Infrastrukturbau gewann die Porr zuletzt den Auftrag zur Errichtung des zusätzlichen Pumpspeicherkraftwerks Limberg III in Kaprun. „Sowohl die Energiewende als auch der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die enorme Nachfrage nach leistbarem Wohnraum ist die Domäne der Porr. Diese Entwicklung wird in den nächsten Jahren weiterhin einen hohen Auftragsbestand sichern,“ ist Strauss überzeugt.

Starkes Ergebnis, schrumpfende Verschuldung

Die Produktionsleistung von 2.496 Mio. Euro stieg um 9,8 % und reflektiert die angestiegene Auftragslage in den ersten sechs Monaten. Der Heimmarkt Österreich wies erneut den größten Anteil von 46,5 % aus. Insgesamt erzielte die Porr rund 96 % in ihren sieben europäischen Heimmärkten. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) drehte ins Positive und lag bei 11,5 Mio. Euro, damit übertraf die Porr auch die Performance des 1. Halbjahres 2019. Die Bilanzsumme der Porr lag zum Stichtag 30. Juni 2021 bei 3.620 Mio. Euro. 
Die Nettoverschuldung lag bei 310 Mio. Euro per 30. Juni 2021. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich jedoch eine deutliche Verbesserung um 160 Mio. Euro (30.06.2020: 470 Mio.). 

Ausblick 2021 von Kartellverfahren abhängig

Auf Basis der aktuellen Zahlen erwartet die Porr für 2021 weiterhin eine Produktionsleistung bis zu 5,5 Mrd. Euro sowie eine positive EBT-Marge von bis zu +1,5 %. Der positive Ausblick 2021 hängt auch vom Ausgang des Kartellverfahrens in Österreich ab. Die Bundeswettbewerbsbehörde wirft der Porr und einer Vielzahl anderer Bauunternehmen wettbewerbswidrige Absprachen vor. Am 19. April 2021 brachte die Bundeswettbewerbsbehörde diesbezüglich einen Antrag auf Verhängung einer Geldbuße gegen Unternehmen der Porr Gruppe ein. Es wurden im Laufe der letzten Jahre Vorsorgen im Hinblick auf diese Geldbuße gebildet, die bestmöglich geschätzt wurden, wobei keine Sicherheit besteht, ob diese Vorsorgen ausreichend sind. Die Porr strebt nun eine zeitnahe einvernehmliche Lösung (Settlement) mit der Bundeswettbewerbsbehörde an. Die Erwartung für das Gesamtjahr 2021 ist daher auch vom Ausgang dieser Bemühungen abhängig.
(sm)

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