Meinung: Heinz Schmid

Vorsichtiger Optimismus!

25.02.2026

In seiner Kolumne "Von außen betrachtet" wirft Senior-Editor Heinz Schmid, langjähriger Chefredakteur des Fachtitels Gebäude Installation, regelmäßig einen kritischen Blick auf Trends und Entwicklungen in der SHK-Branche.

Willkommen im Jahr 2026! Erfreulicherweise deuten alle Konjunkturprognosen für dieses Jahr auf eine langsame Erholung und Konsolidierung hin. So soll beispielsweise die Bauproduktion wieder leicht um ca. 0,6 Prozent bis 1,6 Prozent zulegen, vor allem getragen vom Hochbau. Leider wird der Arbeitskräftemangel weiterhin eine zentrale Herausforderung darstellen. Insgesamt zeigt sich aber eine vorsichtige Trendwende.

Bis Mitte des vergangenen Jahres war die Installateur-Branche noch mit Aufträgen aus dem Vorjahr gut ausgelastet – vor allem aufgrund der damaligen Förderungen, die dann leider ausgelaufen sind. Es gab daher längere Zeit keine neuen Aufträge, wodurch vielerorts eine große Lücke entstanden ist.

Hoffentlich ändert sich das jetzt, denn die Regierung hat im Oktober bekanntlich ihre „Sanierungsoffensive Neu” präsentiert – und Anfang des Jahres gleich den Fokus verändert: Bis 2030 soll nun vorwiegend der Kesseltausch gefördert werden, die Förderung der thermischen Sanierungen hingegen wurde wieder gestoppt. Des einen Leid, des anderen Freud! Positiv hervorzuheben ist, dass diese Initiative zumindest in der Heizungsbranche Planbarkeit bis 2030 schafft.

Advertorial

Zu den am schnellsten wachsenden Branchen im Jahr 2026 werden KI und Automatisierung, erneuerbare Energien, Fintech, das Gesundheitswesen und die Biotechnologie, der E-Commerce sowie die digitale Erlebnisökonomie zählen. Diese Sektoren schaffen weltweit neue Chancen, und das Installateur-Gewerbe ist bei den erneuerbaren Energien und der Erlebnisökonomie (Vermarktung von Gütern und Dienstleistungen durch emotionale, personalisierte und oft hybride digitale Erlebnisse) mit dabei. Die zentrale Aufgabe unseres Gewerbes ist es jedoch, Teil der Energiewende zu sein und dabei den Markt zu stabilisieren. Die Installateure müssen den nach wie vor krisensicheren Beruf des Installateurs entsprechend darstellen, um Jugendliche für diesen kreativen Beruf mit nachhaltigen Green Jobs und guten Verdienstmöglichkeiten zu begeistern.

Einen weiteren Wunsch, den ich bei meinen Gesprächen immer wieder höre, möchte ich noch hervorheben. Der Abbau ausufernder Bürokratie wäre das Gebot der Stunde, damit Unternehmer effizienter handeln können. Wir werden sehen, was uns 2026 wirklich bringt. Ich bin von Natur aus Optimist und hoffe für die gesamte Branche das Beste.